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Karlsruhe-Basel

Über das Projekt Karlsruhe-Basel

Über das Projekt Karlsruhe–Basel

Die Strecke Karlsruhe–Basel ist Bestandteil des wichtigsten europäischen Güterkorridors Rotterdam–Köln–Basel–Mailand–Genua. Die Verkehrsachse zwischen den holländischen Häfen und dem Mittelmeer zählt zu den durch die EU-Verkehrspolitik als vorrangig eingestuften Transeuropäischen Netzen (TEN), die mit modernster Technologie Europa näher zusammenbringen sollen. Die 182 Kilometer lange Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel ist der wichtigste nördliche Zulauf zur Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) mit ihren zentralen Projekten Gotthard- und Lötschberg-Basistunnel. Die Realisierung des Großprojekts Karlsruhe-Basel ist damit eine wesentliche Voraussetzung, um eine Verlagerung des Schwerlastverkehrs von der Straße auf die Schiene zu erreichen.


Europa rückt näher zusammen

Um Europa und die Region zu stärken, wird die bestehende Strecke Karlsruhe–Basel aus- und teilweise neu gebaut und für Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern ausgelegt. Zwischen Offenburg und Hügelheim wird für den Güterverkehr eine eigene Trasse gebaut, die von der bestehenden Rheintalbahn getrennt verläuft und damit den schnellen Transport von Waren ermöglicht und gleichzeitig die Region vom Güterverkehrslärm entlastet. Zum Großprojekt gehört ebenso der Bau von vier Tunneln, von denen zwei zu den fünf längsten Tunnelbauwerken im Eisenbahnnetz Deutschlands gehören. Insgesamt modernisiert die Bahn 18 Bahnhöfe und nimmt an den zahlreichen Straßen- und Eisenbahnüberführungen sowie Überquerungen von Flüssen und Bächen rund 240 Anpassungen vor.


Digitale Planung beim größten Tunnelprojekt

Mit rund elf Kilometern wird der Tunnel unter der Stadt Offenburg das längste Bauwerk des Großprojekts sein. Bei den Planungen gilt es, verschiedene Herausforderungen zu meistern: So müssen die Lage eines Sees, der Verlauf der Autobahn 5 sowie einer Bundesstraße miteinbezogen werden. Nach seiner Fertigstellung wird der Tunnel für Durchfahrten von 120 Kilometern pro Stunde ausgelegt sein.

Um die Kooperation aller Beteiligten zu vereinfachen und die Projektplanung und
-realisierung effizienter zu machen, kommt beim Bau des Tunnels Offenburg das digitale Arbeitsmodell Building Information Modeling (BIM) zum Einsatz. Es verknüpft geometrische 3D-Planung mit der Termin- und Kostenplanung. Abweichungen bei den Kalkulationen können so frühzeitig erkannt und Lösungen erarbeitet werden. Ebenso bietet es die Möglichkeit, alle Bauphasen virtuell dazustellen. Die Projektplanung wird dadurch sowohl in der Darstellung nach Innen wie auch nach Außen erleichtert.

Projektziele

Täglich verkehren mehr als 300 Züge des Nah-, Fern- und Güterverkehrs auf der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel. Engpässe und damit einhergehende Qualitätsbeschränkungen sind bei diesem hohen Verkehrsaufkommen vorprogrammiert. Mit dem Projekt verfolgen wir drei zentrale Ziele:

  • Erhöhung der Streckenkapazität: Der prognostizierte Mehrverkehr auf der Rheintalbahn soll so dauerhaft aufgenommen werden können.
  • Entmischung der Verkehre: Die Trennung der schnellen Züge des Fernverkehrs von den langsameren Zügen des Nah- und Güterverkehrs verhindert gegenseitige Beeinträchtigungen im Betrieb.
  • Qualitative Verbesserung für die Reisenden: Die Erhöhung der maximalen Geschwindigkeit für den Reisefernverkehr auf 250 Kilometer pro Stunde verkürzt die Reisezeiten deutlich